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  • Das Dilemma mit der SpracheDatum04.07.2004 14:11
    Foren-Beitrag von Thomas im Thema Das Dilemma mit der Sprache

    Zum Thema Ziel: Ist nicht die Sprache des WWW und besonders der Foren etwas, das sich diskutieren liesse? Welche Rolle spielen die WWW-typischen Kürzel (afaik, aysos, ...((aysos ist mein Liebling :D)))? Welche Haltung drückt sich darin aus? Was macht es mit Menschen, sich sprachlich durch Tippen zu äussern ohne reale Gegenwart - und zugleich Antworten von Menschen zu erhalten, die ggf hunderte und mehr von Kilometern entfernt sind? -- Und was bedeutet das für die Kontakte, die Mensch in räumlicher Nähe hat?
    Sind wir Global Village oder Mobilisierte Individuen (<- @Mobile Gesellschaft)? Und: ist das mobilisierte Individuum letztendlich der Mensch, der bloß noch sitzt? Vor dem PC nämlich?
    Was unterscheidet Tippsprache von Spreche?
    Also ich denke mal, die WWW-Sprache ist philosophisch ein weites Feld mit haufenweise Erkenntnis- und Fragemöglichkeiten.
    Wichtig wäre mir bei so einer Diskussion allerdings ein gerüttelt Maß an Bodenhaftung.
    Greetz,
    Thomas

  • Eine kleine EinstiegshilfeDatum27.06.2004 02:34
    Foren-Beitrag von Thomas im Thema Eine kleine Einstiegshilfe

    Man mag von Friedrich Nietzsche halten was man will
    Ich erinnere mich, einen sehr wesentlichen Satz von/über ihn/ihm gelesen zu haben. Nietzsche glaubte, so meine Erinnerung (hoffentlich trügt sie nicht), nur die Kunst könne aus dem Debakel seiner Zeit retten und quasi die Welt neu schaffen.

    An diesem Gedanken ist etwas dran. Kunst ist ein Freiraum. Es MUSS nicht unmittelbar verwertbar sein, was sie erschafft. Es darf daneben gehen und pure Fiktion bleiben. Wenns dann trotzdem umgesetzt wird und ein Riesenerfolg wird ... um so besser
    Kunst arbeitet, denke ich, im wesentlichen mit Gefühlen und Erwartungen, die in (positive oder negative) "Visionen" umgesetzt sind. Und diese Visionen können die Kraft haben, die Entwicklung einer Gesellschaft voran zu treiben (können ... nicht: müssen!) Übrigens auch dann, wenn die Vision ins Kleid der Vergangenheit gekleidet ist. War es nicht Rousseau, der mit dem Bild vom Urmenschen zugleich die Vision einer freien Gesellschaft ohne Zwänge und Scham schuf....?

    Kunst ist Reflexion der Vergangenheit und Vision der Zukunft im Prisma der Verfremdung.
    Kunst ist unsre Beziehung zum Gestern, unser Stachel im Heute und unsere Fähigkeit zum Morgen ... um mal neunmalkluge Worte zu kreieren :D
    Thomas

    Btw ... Inwiefern Bohlen und co in diese Definition passen (Stachel im Heute LOL) ... sei dahin gestellt :D

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